Der Unterschied zwischen den Gruppen

Wie hier (Die Wichtigkeit von Teams im Reich Gottes) und hier (Die Fruchtbarkeit eines Teams) dargestellt, sind Gruppen unverzichtbar im Reich Gottes.
Denn:
1. Sie spiegeln Gottes Absichten wider (Vision-Berufung-Auftrag: Gemeinschaft mit Gott, miteinander und in die Welt hinein).
2. Sie entsprechen am meisten unserem Bedürfnis nach guten Beziehungen (inklusive effektive Ermutigung, Unterstützung, Freundschaft).

Aber es gibt wesentliche Unterschiede zu vielen üblichen Gruppen, die es in der christlichen Landschaft gibt! Und diese Unterschiede können tatsächlich den Unterschied zwischem dem geistlichen Aufblühen und dem geistlichen Niedergang ausmachen.

Hauskreis

Ein Hauskreis ist ein Treffen von Christen. Ein Schwerpunkt liegt auf der persönlichen Begegnung. Man tauscht sich über Persönliches aus, betet füreinander, liest in der Bibel und vielleicht isst man auch zusammen.
Was fehlt?
Wahrscheinlich fehlt die Umsetzung von Gottes Absichten.
Ein Hauskreis bietet viel Gutes: Es geht um die Gemeinschaft mit Gott und miteinander. Aber es fehlt das Ausbilden neuer Nachfolger. Dass Gottes Herzenswunsch ist, dass alle Völker in die Gemeinschaft mit Ihm finden. Denn die meisten Hauskreise bleiben unter sich.
Die Frucht merkt man nach einiger Zeit: Hauskreise gehen wieder ein und/oder bilden keine neuen Nachfolger und Gruppen aus.
Bildlich gesagt: Es werden keine „Kinder“ geboren.
Und was ist, wenn sich ein Lebewesen nicht fortpflanzt? Das Leben verkümmert.

Bibelstunde

In einer Bibelstunde treffen sich interessierte Christen, um schwerpunktmäßig miteinander Gottes Wort besser zu verstehen. Ein gutes Anliegen! Und gewiss noch besser, wenn tatsächlich alle an der Gestaltung beteiligt sind und nicht nur der zuständige Pastor oder Diakon.
Was fehlt?
Oftmals fehlt es daran, miteinander Gemeinschaft zu haben. Das Verstehen des Textes bildet den Schwerpunkt und weniger die persönlichen Anliegen des Bruders oder der Schwester.
Zudem geht es in Bibelstunden nicht darum, dass weitere Bibelgruppen entstehen, damit noch mehr Menschen Gottes Wort studieren können. Die klassische Bibelstunde bleibt für sich. Menschen dürfen gerne dazustoßen, aber es gibt keine Vervielfachung.
Wieder fehlt es daran, dass Gottes Vision ernst genommen wird und der Aufrag umgesetzt wird.
Es wirkt, als würde sich das Leben in einem Gefäß anstauen, aber nie überfließen. Das könnte zu stinkendem Wasser führen.

Dienstgruppen

Ferner gibt es Dienstgruppen wie z.B. die Lobpreisband, den Kirchenchor, das Suppenküchenteam. Hier investieren Menschen wertvolle Zeit und ihre Gaben, um anderen zu dienen. Ein Ausdruck der Liebe Gottes. Manchmal bewegen sich diese Gruppen auch „in die Welt“ hinein, um anderen Menschen etwas von Gottes Liebe zu vermitteln. Wunderschön!
Was fehlt?
Dienstgruppen haben den Dienst im Mittelpunkt, aber zumeist gar nicht die Gemeinschaft untereinander. Manchmal wird sogar die Gemeinschaft zu Gott hin außer acht gelassen (es gibt dann nur das Standard-Gebet zu Beginn und zum Schluss, vom Leiter gesprochen). Ja, manche dieser Gruppen sind nahe an der Vision Gottes. Aber sie setzen so gut wie nicht Berufung und Auftrag Christi um.

So ist zu sehen, dass unsere Gemeindeprogramme voll sind mit Gruppen dieser Art: Hauskreise, Bibelstunden, Dienstgruppen. Alle dieser Gruppen haben extrem Wertvolles in sich. Aber dafür vernachlässigen sie andere Aspekte, zu denen Gott uns gerufen und befähigt hat.

Daher braucht es Gruppen bzw. Teams, die Vision, Berufung und Aufrag Gottes miteinander verbinden. Die das Gute von Hauskreis, Bibelstunde und Dienstgruppe vereinen.

Diese Gruppen werden öfter neues Leben produzieren. Sie werden fruchtbar sein und dazu beitragen, dass Menschen gerettet werden und den Frieden mit Gott empfangen.

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