Praktisches Beispiel für eine neutestamentliche Gottesdienstfeier

Im Rahmen von „Band of Brothers and Sisters“ hatten wir ein zweites öffentliches Treffen am 09.März 2019 (Bericht) im Café Mandelzweig.

Was passierte da?

Zwei Brüder kümmerten sich um die Moderation. Nicht dominant, sondern unterstützend. Hilfreich.

Wir lobten Gott mit Liedern, hatten Gebetszeiten, eine Mittagspause, es gab Inputs, Fragen und das Mitteilen von Eindrücken, und zum Schluss hin beteten für wir Einzelne. Alles auf Augenhöhe. Ob normales Gemeindemitglied, Pfarrer, Gebetsleiterin oder als Apostel… eine Hierarchie wurde nicht deutlich.

Die Zeit von 10:00 Uhr bis ca. 15:45 Uhr verging schnell, inklusive einer Mittagspause von ca. 35 Minuten.

So ähnlich lief schon das Treffen im Dezember.
Auf Augenhöhe, spirituell, flexibel, respektvoll, lebendig.

Ich denke darüber nach, warum wir eigentlich diese Treffen haben.
Ganz am Anfang stand das Interesse daran, sich mit anderen darüber auszutauschen, wie das Reich Gottes in Berlin-Brandenburg wachsen kann.
Dieses Interesse habe ich noch immer.

Aber dienen diese Treffen dafür?

Was ich auf jeden Fall feststelle, ist das:
Wie diese Treffen ablaufen, so stelle ich mir die neutestamentlichen Gottesdienstfeiern vor. Jeder hat was dazu beizutragen. Aber keiner muss. Es gibt einen groben Rahmen. Einzelne Geschwister sorgen dafür, dass Raum für das Wesentliche ist. Es gibt die gemeinsame Ausrichtung auf Gott. Wir hören auf Gott und aufeinander. So lernen wir zusammen. Das ermutigt, erfreut und erfüllt. Der Sehnsucht nach Gottes Gegenwart wird Raum gegeben. Das allgemeine Priestertum aller Gläubigen wird gelebt.

Ferner sehe ich das:
Wenn sich Christen aus verschiedenen Gemeinden, Denominationen und Diensten treffen, um gemeinsam vor Gott zu treten und voneinander zu lernen, dann hat das Ausstrahlung. Ekklesia findet statt: die Erlösten in einer Region treffen sich, um in der geistlichen Welt etwas zu bewegen.
Wie, wann, was genau bewegt wird, ist dann auch Gottes Sache.

Insoweit sind solche Treffen ein Statement. Sie setzen ein Zeichen.
Vergleichbare Treffen kenne ich bisher nicht aus Berlin-Brandenburg (was nichts heißen muss; eventuell gibt es solche Treffen auch woanders, aber ich weiß halt nichts davon).

Was nehme ich mit?
Ich wünsche mir solche Treffen für alle Gemeinden, die es hierzulande gibt. Ich bin überzeugt, dass diese Art zigmal mehr bereichernder ist als herkömmliche Gottesdienstfeiern, die frontal programmiert sind.

Eine Frage bleibt aber:
Kommt das Reich Gottes deshalb zu den Menschen in Berlin-Brandenburg?

Ich würde bis dato sagen:
Nicht direkt. Höchstens durch die Ermutigung des Einzelnen. Bislang dienen diese Treffen mehr der gegenseitigen Ermutigung und der persönlichen Erfüllung.

Da das alles Neuland für mich ist, habe ich aber kein anderes „Konzept“.

Das ist meine aktuelle Perspektive:
Gottes Bewegung startet immer mit Seinem Volk.
Deshalb macht es Sinn, diese Treffen zu haben. Sie können in die existierenden Leben und Gemeinden ausstrahlen.
Möglicherweise liegt darin der Kern:
Die Ansprache Einzelner bedeutet, dass der Dienstauftrag und die Berufung von Christen deutlicher wird, gestärkt wird und sie mit mehr Zuversicht gemäß ihrer Gaben leben können.

Wenn diese Stärkung an Fahrt gewinnen soll, dann brauchen die Treffen diesbezüglich noch bestimmte Frage-Elemente:
– Was ist dein Dienstauftrag (deine „Berufung“)?
– Wie lebst du das?
– Wie passt das in das Reich Gottes?
– Welche Hilfe können wir dir geben, um gemäß dieses Weges zu leben?
– Was steht demnächst auf deinem Weg an, wofür wir beten können?


Eventuell würden diese Fragen den Treffen noch mehr Dynamik verleihen.

Wie könnten diese Fragen eingebaut werden – nicht übergriffig, sondern dienend?

So bin ich echt dankbar, gespannt und hoffnungsvoll. Der Start ist absolut gut!

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