Wie sähe ein „Trainer helfen Trainer“-Treffen aus?

Stelle dir vor, Fußballtrainer aus verschiedenen Vereinen kämen regelmäßig zusammen, um sich gegenseitig zu helfen. Was würden sie bei den Treffen machen?

Oder Coaches aus verschiedenen Firmen kämen regelmäßig zusammen, um sich gegenseitig Tipps zu geben. Wie genau würde so ein Treffen ablaufen?

Oder Anti-Alkoholiker kämen immer wieder zusammen, um sich gegenseitig zu helfen, clean zu bleiben. Wie würden die das tun?

Oder Bürgermeister verschiedener Städte kämen zusammen, um zu beraten und sich in ihren Diensten zu unterstützen. Wie würde ihr Treffen aussehen?

Oder ganz persönlich gefragt:

Was würde DIR denn helfen, um ermutigt und gestärkt mit deinen Aufgaben weitermachen zu können?

Ich kann hier nur von mir reden:

Ich bräuchte jemanden, der mir zuhört und mir Fragen stellt, um mich zu reflektieren. Ich bräuchte jemanden, der zu mir steht, auch, wenn ich mal Fehler gemacht habe. Jemand, der mich ermutigt. Ich bräuchte jemanden, der in wertschätzender Weise auch mal den Finger in die Wunde legt, damit ich heiler werde. Und ich bräuchte jemanden, der für mich betet.

Kurzum: ich bräuchte eine persönliche Beziehung.

Vorträge, Power-Point-Präsentationen, Abend-Dinner, Meet & Greet-Aktionen wären netter Beistoff, aber nicht das Eigentliche.

Das heißt: ein effektives „Trainer helfen Trainer“-Treffen wäre etwas, wo viel Raum für die persönliche Begegnung wäre, vielleicht umrahmt von Impulsreferaten und einem netten Ambiente.

Ich glaube, dass die Gottesdienstfeiern der Christen eigentlich solche „Trainer helfen Trainer“-Treffen sind. Zumindest waren sie ursprünglich so gedacht. Denn jeder Christ sollte ein Trainer sein. Jemand, der andere trainiert, in Gemeinschaft mit Gott zu leben und damit ein Segen für diese Welt zu sein.

Stimmt das?

Wenn nein: Warum nicht?

Wenn ja: Sind wir da? Tun wir das?



Bildquelle: https://pxhere.com/en/photo/1447015, Download am 21.09.2019

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