Weiter geht’s mit uns Männern!

Hier das nächste Video zum Thema „Mann-Sein“:

4 Antworten auf „Weiter geht’s mit uns Männern!“

  1. Hi again 🙂

    So schön der Gedanke ist, aber ich kann schwer glauben, dass wir heutzutage weniger Scheidungen hätten, wenn Männer mehr zu ihren Verantwortungen stehen würden. Aber das ist ein eigenes Thema 🙁

    Wo war Adam, als die Frau verführt wurde? Steht doch da: „… der bei ihr war.“ Adam stand wohl direkt daneben, als die Frau mit der Schlange sprach. Seine innere Haltung in dem Moment zeigt uns seine Antwort zu Gott: „Die Frau die DU mir gegeben hast…“ Diese Haltung zeigte aber auch die Frau: „Die Schlange hat mich getäuscht…“ Damit sind wir direkt bei deinem Thema. Was wäre wohl, wenn Adam damals geantwortet hätte: „Ich habe nicht widerstanden und der Schlange verboten, so mit meiner Frau zu reden…“?
    Was hat Adam da gedacht? ….“Hmmm, wenn das hier daneben geht und die Frau stirbt, kann Gott mir ja eine neue machen…“?

    Leider sind mir unter Christen noch nicht wirklich Männer begegnet, die auch mal ne offene, ehrliche und taffe Ansage vertragen würden. In nun über 40 Jahren führte eigentlich jeder Versuch bei Christen zu beleidigten Reaktionen und nicht zu ehrlichen Dialogen. Erstaunlicher Weise anders bei manchen Nichtchristen. Woran mag das liegen?

    1. Danke für deine Gedanken!

      „aber ich kann schwer glauben, dass wir heutzutage weniger Scheidungen hätten, wenn Männer mehr zu ihren Verantwortungen stehen würden.“

      Ja, das ist natürlich ein weites Feld! Selbst, wenn der Mann verantwortungsvoll lebt, kann die Frau noch immer danebenhauen. Meine Aussage bleibt schlussendlich nur eine These. Wie sollte man das auch sozialwissenschaftlich untermauern können!?
      Wenn ich es aber mal ganz biblisch-simpel betrachte, dann wäre tatsächlich schon viel gewonnen, wenn wir Männer in unserer Verantwortung vor Gott und Menschen dazu lernen würden. Ich habe das Zutrauen, dass Gott es segnet.

      „Wo war Adam, als die Frau verführt wurde? Steht doch da: „… der bei ihr war.“ “
      🙂
      Klaro, guter Hinweis!!!
      Mir geht es um die tatsächliche Abwesenheit iSe Nicht-Eingreifens. Warum macht er nix? Wo ist er? Warum lässt er es zu?

      „Was wäre wohl, wenn Adam damals geantwortet hätte: „Ich habe nicht widerstanden und der Schlange verboten, so mit meiner Frau zu reden…“?“
      Ja, genau, das habe ich auch schon oft ähnlich überlegt. Was wäre gewesen, wenn Adam sein Versagen eingesehen hätte und um Entschuldigung gebeten hätte!?

      „Leider sind mir unter Christen noch nicht wirklich Männer begegnet, die auch mal ne offene, ehrliche und taffe Ansage vertragen würden. In nun über 40 Jahren führte eigentlich jeder Versuch bei Christen zu beleidigten Reaktionen und nicht zu ehrlichen Dialogen. Erstaunlicher Weise anders bei manchen Nichtchristen. Woran mag das liegen?“

      1) Für mich wäre das jetzt eine Detailfrage: Was genau ist eine taffe Ansage? Manche hauen ja mal was raus, aber tatsächlich schwingtendann Beleidigung, Machtspiel oder ähnliches mit. Oder geht es tatsächlich um eine Kommunikation auf Augenhöhe? Davon würde ich in deinem Fall mal ausgehen.

      2) Du stellst einen Unterschied zu Gottfernen fest.
      Hast du einen Erklärungsansatz?

      Viel Frieden für dich!

  2. In der Frage Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen, sehe ich immer wieder David im Vergleich zu Adam. Immerhin wird David als „Mann nach dem Herzen Gottes“ bezeichnet – und das als Ehebrecher und Mörder!
    Adam versucht die Verantwortung für sein sündiges Handeln abzuwälzen. David, konfrontiert mit seiner Sünde durch den Propheten, diskutiert nicht und verhandelt nicht – er stellt sich seinem eigenem Tun und den damit verbundenen Konsequenzen – ohne sich seiner Verzweiflung über die Folgen zu schämen.
    Hierin sehe ich einen wichtigen Impuls für uns zu diesem Thema. Wir alle sündigen. Gott würdigt es, wenn wir dies nicht zu leugnen versuchen oder gar durch frommes Verhalten zu verdecken. Sich offen zu seiner Verantwortung zu stellen, ist nach dem Herzen Gottes zu handeln.

    Was genau ist eine taffe Ansage? Für mich ein reden mit klaren Worten. Direkt, nicht diplomatisch verbrämt. Sagen wir mal in etwa wie der bekannte Spruch vom noch jüngeren Joschka Fischer: „Herr Präsident, mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch.“ Wobei die Titulierung sicherlich diskussionswürdig ist, aber eben unverblümt geradeaus gesprochen.
    Mir geht es unbedingt hierbei um eine Diskussion auf Augenhöhe! Also ohne, dass ich um die Gunst des geneigten Gegenüber buhlen müsste. Ein Dialog, in dem zB Fehlverhalten als genau das bezeichnet werden kann. Ein Dialog, in dem man nicht nur bereit ist auszuteilen, sondern im gleichen Maße auch einzustecken bereit ist.

    Habe ich einen Erklärungssatz? Sagen wir es mal so: Ich habe mich erst mit 18 Jahren bekehrt und bewegte mich zuvor zB in der Drogenszene – ohne selbst jemals Drogen genommen zu haben. Ich habe einen handwerklichen Beruf erlernt. Und ich war es von Zuhause aus gewohnt, dass offen miteinander gesprochen wurde.
    Wenn ich gläubige Männer anschaue, sehe ich sehr viele, die entweder in einem frommen, im Umgang eher zurückhaltend geprägten Umfeld aufgewachsen sind. Oder es sind Männer, die in den Gemeinden diesbezüglich „verzogen“ wurden. Auf jeden Fall, finde ich in kaum einer chr. Gemeinschaft einen offenen, direkten Dialog. Ausgeteilt wird unter Christen durchaus. Also Unterstellungen, Verleumdungen, „Afterreden“ (wie Luther es so famos bildhaft umschrieben hat), Beleidigungen, etc. im frommen Ton. Aber wehe wehe, wenn man dieses aufdeckt und sein Gegenüber damit konfrontiert!
    Evtl. hat es etwas mit der schon häufiger analysierten Feminisierung der Gemeinden zu tun? Ich weiß es nicht wirklich. Nur ab und an geht mir ein solch mimosenhaftes Getue geradezu auf den Geist 🙁

    1. Finde deine Gedanken sehr interessant… und der Vergleich mit David und Adam ist top.

      Mir kamen noch diese Gedanken:
      1) Beim Mann-Sein geht es viel darum, von dern Jungenphase in die Reifephase zu kommen. Wahrscheinlich bleiben wir alle hier und da stecken oder kommen nur langsam voran. Aber das könnte eine Erklärung für eingeschnappte Männer sein: ihre Reaktion zeigt, dass sie diesbezüglich noch in der Jungenphase sind.
      Haben wir besonders viele „Jungs“ in den Gemeinden?

      2) In einem gemeindlichen Umfeld erwartet mancher vielleicht viel „sanfte Kuschelei“. Man rechnet nicht damit, dass hier auch direkt und unverblümt geredet werden kann (was eigentlich verwundert, wenn wir uns Jesus anschauen). Ich gehe also zu einem Gemeindetreffen, freue mich auf die liebevolle, sanfte Umgebung, entspanne mich, will bei einer Gottesdienstfeier auftanken für den Rest der Woche (Exkurs: das höre ich ständig, dass Leute deshalb zur Gottesdienstfeier gehen!!!!)… und zack… plötzlich haut mir jemand was um die Ohren!
      „Deswegen mache ich mich Sonntag-Vormittags doch nicht auf den Weg!“
      Verstehst’e?

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