Corona-Krise: Seid der Obrigkeit Untertan!

Christen sind nicht wirklich Revoluzzer.

Gottes Wort weist uns an, die Gesetze der Regierung zu achten und diese zu befolgen. Begründung: die Regierung hätte keine Macht, wenn sie nicht von Gott zugelassen wäre.

Das gilt auch in Corona-Krisen-Zeiten: Wenn die Regierung (u.U. verfassungswidrige) Gesetze erlässt, halten wir uns als Christen dennoch daran. Wenn – aktuell wegen des Gesundheitsschutzes – wir uns nicht versammeln dürfen, dann folgen wir der Regierung.

Ist das so?

Es gibt Grenzen des Gehorsams gegenüber der Regierung.

Als Christen glauben wir, dass unser König mächtiger ist als jede menschliche Regierung. Letztlich wird sich jede Regierung vor Jesus Christus, dem wiederkommenden Sohn Gottes, Erlöser und Richter beugen müssen und Rechenschaft abgeben müssen über ihr Handeln.

Als Christen glauben wir, dass Gottes Reich durchbricht. Das ist zuerst ein geistliches Geschehen und kein Parteiprogramm. Dennoch hat es eine zutiefst politische Dimension, weil wir dafür beten, dass Gottes Herrschaft kommen soll – und nicht eine menschliche.

Das heißt: Wir sind zuerst Gott und Seinen Geboten verpflichtet und nicht zuerst den Gesetzen einer irdischen Regierung. Nur, weil Gott gebietet, dass wir der Regierung Untertan sein sollen, deshalb achten wir das irdische Regierungshandeln.

Dahinter stecken auch diese Fragen: Wen ehren wir mehr? Wen fürchten wir mehr?

Gott? Die Regierung? Einen Virus?

Das sind tiefgehende, persönliche Fragen – aber auch Fragen an das Volk Gottes weltweit.

In der jetzigen Corona-Krisen-Zeit kommen wir als Christen (wahrscheinlich gleichermaßen wie Moslems und Juden) in eine Spannung: Einerseits sollen wir die Gesetze der Regierung achten, welches heißt „Versammelt Euch nicht!“.

Andererseits sollen wir uns nach Gottes Gebot versammeln… und weitere Menschen dazu sammeln (s.a. Mt 28,18 ff. u.a.).

Welches Gebot gilt nun mehr?

Das Gesetz der Regierung zu achten oder das Gebot, sich als Leib Jesu zu versammeln?

Die Antwort dürfte komplex ausfallen.

Denn anders als in den Situationen der verfolgten Kirche, agiert unsere Regierung aktuell ja nicht ausdrücklich gegen die Christen. Die Regierung ist nicht für immer und überhaupt gegen Gottesdienstfeiern und ähnliche Treffen. Die Regierung arbeitet daran, solche Treffen in einer bestimmten Form wieder zu ermöglichen. Das Versammlungsverbot gilt allen Menschen. Die Begründung ist die des Gesundheits- und Lebensschutzes von Menschen. Hinter diese Begründung können wir uns als Christen ausdrücklich stellen. D.h.: Um Menschenleben und ihre Gesundheit zu bewahren, können wir auf christliche Versammlungen verzichten.

Eine zeitlang.

Denn schon jetzt ist der Wesenskern unseres christlichen Glaubens berührt, vielleicht sogar verletzt. Unser dreieiniger Gott ist ein Gott der Gemeinschaft. Er schuf die Menschen zur Gemeinschaft hin. Er will, dass wir in Liebe und im Frieden miteinander sind, andere zu diesem Gott einladen und weitere Treffpunkte starten, damit sich noch mehr Gottesmenschen treffen können. Unsere Treffen verkörpern also einen wichtigen Teil dieser Gottes- und Christengemeinschaft. Ohne diese Treffen können wir unseren Glauben auf Dauer nicht leben. Dabei spielt die Anzahl der Gläubigen vor Ort zunächst keine ausschlaggebende Rolle: Ob wir uns zu 3. oder zu 300 treffen, ist nicht der Maßstab. Aber der entscheidende Aspekt ist der: DASS wir uns mit anderen Glaubensgeschwistern und Interessierten am Glauben treffen können. Diese Möglichkeit zu entziehen, geht zentral gegen den christlichen Glauben. Und nebenbei: Damit geht es zentral gegen das verfassungsmäßige Gesetz der Religionsfreiheit.

Was tun?

Das Problem in der Exegese ist, dass uns die Bibel keinen vergleichbaren Fall schildert. Aus der Bibel kennen wir Fälle, wonach Christen vertrieben worden sind und Versammlungen angegriffen worden sind. Doch es ging stets gezielt gegen „die“ Christen, und es handelte sich nicht um Verfügungen, die die Allgemeinheit betrafen. In diesen Verfolgungssituationen wurde den leidenden Christen zugesagt, dass sie das Leid ihres Herrn erfahren und sich darüber glücklich schätzen dürfen. Deshalb ertrugen viele Christen dieses Leid und wehrten sich nicht gegen die Maßnahmen. Mitunter verschwanden sie im „Untergrund“ und trafen sich heimlich – so wie die verfolgte Kirche auch heutzutage. Doch eben diese Erlebnisse sind nicht mit der aktuellen Corona-Krise gleichzusetzen.

Wir haben also zwei widerstreitende Gebote Gottes („Seid der Obrigkeit Untertan“ vs. „Versammelt Euch, pflegt Gemeinschaft und sorgt dafür, dass weitere solcher Treffen stattfinden“) und kein biblisches Fallbeispiel, an dem wir uns orientieren könnten.

Damit haben wir als Volk Gottes umso mehr interne Spannungen. Während die einen die Gesetze der Regierung achten wollen, wollen sich die anderen dennoch treffen. Und beide Gruppen können sich auf Gottes Wort stützen.

Das Risiko dabei ist, dass sich das Volk Gottes in dieser Phase trennen kann. Dabei wissen wir als Christen: „Erkenntnis ist Stückwerk!“. Und: „Die Stärkeren sollen die Schwächeren mittragen!“. Und: „Die Liebe ist das Höchste!“.

Wir sind also auf die ganz wesentlichen, aber allgemeinen Weisungen Gottes zurückgeworfen: Liebe Gott und den Nächsten wie dich selbst!

Oder vielleicht etwas handhabbarer gefragt: Was würde Jesus tun?

Ein hilfreiches Kriterium können die „Schwächeren“ sein.

Als Christen sind wir aufgefordert, auf die Schwächeren Rücksicht zu nehmen, ohne uns von ihnen dominieren zu lassen, weil nicht sie unser Herr sind, sondern nur Christus allein.

Aber wer sind „die Schwächeren“ jetzt?

Sind es die, die Angst vor einer Ansteckung haben?

Die, die zur Risikogruppe der Älteren und Vorerkrankten gehören?

Sind es die, die als Single, Witwe und Witwer, als Alleinerziehende oder als schutzloses Kind in einer instabilen Familie gerade sozial und psychisch verkümmern?

Sind es die, die aufgrund mangelnder Live-Kontakte in Depressionen rutschen?

Sind es die, die ohne Gemeinschaft vor Ort in ihrem Glauben Schiffbruch erleiden?

Wer „schwächer“ ist, beurteilt sich normalerweise im jeweiligen Kontext, also in einer konkreten Beziehung. Hier aber stehen wir nicht vor einer konkreten Beziehung, sondern vor einer Vielzahl ganz unterschiedlich gelagerten Beziehungen – eben vor den gesamten Lebenssituationen des Volkes Gottes. Wir haben es mit einer Vielzahl von „Schwächeren“ zu tun, deren Situationen kaum vergleichbar sind. Hier sind die, die an einer Krankheit sterben könnten. Natürlich wollen wir sie schützen. In diesem Fall sollte das Versammlungsverbot noch lange aufrecht erhalten bleiben. Aber dort sind die, die aufgrund der Kontaktbeschränkungen seelisch oder auch körperlich eingehen, bis hin zu schlimmen Szenarien wie ein frühzeitiger Tod, weil ein Senior kaum noch Besuch empfängt, oder der Selbstmord eines Depressiven. In diesem Fall brauchen wir unbedingt die Möglichkeit von Treffen. D.h.: Die Frage nach dem „Schwächeren“ führt kaum weiter.

Welche Maßstäbe haben wir dann?

M.E. müssen wir irgendwann die Sachebene angehen. Sprich: Auf welcher wissenschaftlichen Grundlage werden die Kontaktbeschränkungen beschlossen?

Hier wird es zunächst pragmatisch, denn es muss betrachtet werden, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Covid19 bisher existieren. Schließlich beruft sich auch unsere Regierung darauf.

Nun wissen wir, dass sich auch Wissenschaftler irren können und dass die Menschheit immer wieder Erkenntnisse gewinnt, die manche Thesen über Bord geworfen haben. Allein dieser Befund weist uns darauf hin, dass es weise ist, eine Vielzahl von wissenschaftlichen Thesen zu berücksichtigen. Streng genommen dürfte das auch der Anspruch eines Wissenschaftlers sein, stets nur von verwerfbaren Arbeitshypothesen auszugehen und nicht von in Beton gehauenen ewigen Wahrheiten.

Und was sagt „die“ Wissenschaft in diesen Tagen zum Corona-Virus?

Jede Menge! Und zwar auch Konträres.

Spätestens an dieser Stelle begegnen wir einem Problem im öffentlichen Diskurs. Denn eine grundlegende Frage ist – im Grunde auch wissenschaftliche, denn Wissenschaft fragt nach den Quellen -, woher wir wissen, welche Wissenschaftler was meinen. Was sind unsere Informationsquellen?

Es braucht etwas Recherchearbeit, um die verschiedenen Quellen ausfindig zu machen. Möglicherweise läuft es aber darauf hinaus:

Es gibt eine breite Masse von Menschen, die sich von der Tagesschau, den Tagesthemen und manchen Leitmedien her informieren. Wer die Berichterstattung über die Wochen reflektiert, stößt zumeist auf die gleichen Thesen. Die Quelle ist jeweils das Robert Koch-Institut, manchmal das Helmholtz-Institut oder die John Hopkins University und schließlich die WHO. All diese Einrichtungen vertreten weitgehend eine ähnliche Linie. Das Plädoyer für einen Shutdown steht. Lockerungen werden sehr kritisch gesehen, und wenn solche erfolgen, dann nur mit entsprechender Kontrolle der Menschen. Man hofft auf eine schnelle Entwicklung eines Impfstoffes.

Man muss oft abseits der Leitmedien suchen, um auf andere renommierte Wissenschaftler zu stoßen, viele von Weltrang. Unter diesen gibt es etliche, die den Shutdown für überzogen halten oder die die offiziellen Statistiken für fehlerhaft und irreführend halten. Das Ergebnis bei ihnen läuft oft darauf hinaus: Das jetzige Virus sei nicht gefährlicher als eine schwere Grippe. Und da wir bislang die Menschheit deswegen nicht „eingesperrt“ haben, sollten wir es dieses Mal auch nicht tun.

Für einen kritischen Beobachter entsteht ein neuer Zwiespalt: Welchen Wissenschaftlern soll ich trauen? Oder auch: Welchen Medien soll ich trauen?

Im Grunde führt an der Stelle kaum etwas daran vorbei, sich eingehender mit der Materie zu beschäftigen, um sich eine fundierte Meinung leisten zu können. Dabei müssen Fragen gestellt werden. Ich führe einige Fragen auf:

  • Welche Studien existieren bereits? Was sagen diese aus? Wer hat sie verfasst?
  • Welche Definitionen werden verwendet? Wer gilt als „infiziert“? Wer als „Corona-Toter“?
  • Was genau passiert bei einer Infektion? Wie ist der Verlauf? Wer ist besonders gefährdet? Wie wird man überhaupt infiziert?
  • Welche Parallelen gibt es zwischen den betroffenen Regionen? Welche Unterschiede gibt es? Wie sind die Krankenhäuser aufgestellt? Was ist mit psychologischen Aspekten der Krisenkommunikation? Wie ist die Altersstruktur vor Ort? Was sind die Umweltbedingungen?
  • Vielleicht auch: Wer beeinflusst hier wen? Anders formuliert: Wer hat die Deutungshoheit und warum?

Diese und ähnliche Fragen gehören in die Erforschung des Themas.

Wer sich dem stellt, kommt auf Antworten.

Und diese laufen bislang darauf hinaus:

  • Das Virus ist im Gesamtergebnis (Anzahl der bisher Infizierten, Erkrankten und Toten) wie eine schwere Grippe.
  • Bei den allermeisten verläuft die Infektion symptomfrei oder es gibt nur milde Verläufe.
  • Es handelt sich nicht um eine Schmierinfektion und auch nicht um eine Infektion via Luft. Es scheint eine Tröpfcheninfektion zu sein.
  • Betroffen sind mehrheitlich Menschen ab ca. 60 Jahren, dann auch eher die mit gewissen Vorerkrankungen.
  • Es gibt zwar noch keinen Impfstoff gegen das Virus, aber auch in den letzten Jahren gab es nie einen Impfstoff gegen jede Grippevirus.

Wenn dem so ist, dann muss sich die Frage der Verhältnismäßigkeit stellen.

Mit welcher Begründung werden dann etliche Grundrechte weitgehend außer Kraft gesetzt, Firmen in den Ruin getrieben, Menschen in die Arbeitslosigkeit und Gesellschaften in weitere soziale Spannungen?

Andere fragen vorher nochmal nach: Wieso sollte ich dem RKI & Co nicht glauben? Auch dafür findet man Antworten… keine, die die Glaubwürdigkeit insgesamt ramponieren würden, aber durchaus welche, die nachdenklich stimmen. Wahrscheinlich muss ich es an der Stelle ausdrücklich formulieren, um nicht missverstanden zu werden: Ich will hier keine geheime Verschwörung offenbaren, sehr wohl aber wirtschaftliche Verflechtungen, die zu dem Problem führen, inwiefern der Profit über das Allgemeinwohl gestellt wird. Nachprüfbare Tatsache ist nämlich, dass die Bill & Melinda Gates Foundation sowohl die WHO als auch die John Hopkins University mitfinanzieren. Zudem haben das Helmholtz-Institut und auch das RKI Gelder von der Foundation erhalten. Bill Gates hat in Pharmaunternehmen investiert und verdient einen Teil seines Geldes damit. Mit seiner Hilfe wurden vor allem in unterentwickelten Staaten Impfprogramme durchgeführt, die teilweise zu Toten und Schwerkranken geführt haben. Es besteht der Verdacht, dass eben die besonders schwachen Menschen als „Versuchskaninchen“ missbraucht worden sind, weil sie keine Lobby haben. Unlängst hatte Bill Gates eine längere Redezeit in der ARD bekommen, um für das Impfen zu werben, und forderte die Regierungen der Welt dazu auf, die Impfforschungen finanziell zu unterstützen. Nun könnte es wundersam sein, dass es statt der üblichen 15 Jahre nur ein Jahr dauert, bis ein Impfstoff gegen Corona existiert, der dann sogar keine Nebenwirkungen hat. Es mag sein, dass dies tatsächlich eine Hilfe wäre. Dennoch muss erkannt werden, dass es hier auch wirtschaftliche Interessen gibt, die mit den finanziellen Mitteln eines Bill Gates mehr forciert werden können als die Interessen und Thesen anderer Menschen. Kurzum: Er verdient Geld mit dem Impfen, bekommt entsprechende Werbezeit, um zu den Massen zu sprechen, während die Meinungen von diversen, andersdenkenden Wissenschaftlern nicht gleichermaßen gehört werden. Ich sage nicht, dass Bill Gates ein Virus erfunden hat. Aber ich sehe auch nicht, dass er nur ein Gutmensch wäre. Mich macht das skeptisch.

Das heißt nicht, dass das RKI nicht im guten Sinne bemüht ist und hier und da gute Ergebnisse abliefert. Es geht nicht um eine grundsätzliche Ablehnung dieser Arbeit. Aber es geht sehr wohl ein kritisches Reflektieren, wer uns unter welcher Einflussnahme Empfehlungen gibt. Überspitzt gesagt: Jeder wäre sofort kritisch, wenn ein Zuckerlieferant ein minutenlanges Plädoyer für den Zuckerkonsum hält. Wir würden sofort wirtschaftliche Interessen vermuten und entsprechende Studien bemühen, die uns darlegen, dass Zucker eben nicht so gesund ist. Warum sollte diese kritische Reflektion in Anbetracht eines Virus außer Kraft gesetzt sein?

Ich schreibe nun ganz persönlich:

Wenn ich auf entsprechende Studien und Wissenschaftler verweise – also recht sachlich vorgehe -, dann erlebe ich dennoch, wie Menschen emotional abschalten. Nicht wegen der Sachlichkeit, die langweilen würde. Denn das Problem ist, dass die meisten Menschen kein Sachargument haben, um meiner Meinung etwas dagegen zu stellen. Verschiedentlich hatte ich dazu aufgefordert, meine These zu widerlegen. Entweder wollte man nicht oder konnte es nicht. Ich warte immer noch…

Stattdessen wird es dann emotional.

So wurde ich auf Facebook „entfreundet“. Man vermutete, dass ich kein Mitleid mit den Opfern hätte. Man warf mir mangelnde Intelligenz vor. Alles interessante Abwehrmechanismen. Rein emotional. Nicht sachlich. Laienpsychologisch eine interessante Sache, die ich mir nur so erklären kann: Menschen sehen Bilder und hören Berichte in den Leitmedien, die oft nur eine Meinung bringen. Sie hinterfragen nicht, sondern glauben all das. Die Bilder und Berichte produzieren Angst. Schon wieder Tote! Noch mehr Infizierte! Und so weiter. Es wächst das Gefühl: Der Tod steht vor der Tür. Spätestens jetzt werden Überlebensmechanismen in Gang gesetzt. Weil man überleben will, fängt man zu kämpfen an – oder man flüchtet.

Natürlich erlebe ich auch Bestätigung. Ich lese und höre von anderen, die ebenfalls hinterfragen und recherchieren und schließlich auf ähnliche Thesen kommen. Leider nehme ich an der Stelle eine neue Spannung wahr: sowohl in sozialen als auch in vielen Leitmedien werden diese Menschen mehr und mehr als „Verschwörungstheoretiker“ dargestellt. Da muss man unbedingt nachfragen: Was ist das?

Ist ein Verschwörungstheoretiker jemand, der eine andere These vertritt als die Regierung durch das RKI? Oder ist das jemand, der eine andere Auffassung hat als die Mehrheit der Bevölkerung? Sollte das gemeint sein, dann würde es sich bei dem Wort „Verschwörungstheoretiker“ um ein Totschlagargument handeln, das jegliche Erörterung beenden will. Oder ist jemand gemeint, der behauptet, dass wahlweise die USA, China, Russlang oder Bill Gates den Virus freigesetzt haben, um ihre fiesen Pläne zu realisieren? Sollte das gemeint sein, kann ich verstehen, dass es sich um eine Theorie der Verschwörung handelt. Diese kann wahr sein. Diese kann falsch sein. Solange es keine eindeutigen Hinweise oder Beweise gibt, kann all das denkmöglich sein, bildet aber bis dahin eine schlechte Grundlage für weiteres Handeln.

Ich bin ein Stück weit abgeschweift, hielt diese Erkenntnisse aber für relevant, um die aktuelle Lage zu verstehen.

Bisher habe ich gesehen, dass wir in der Bibel kein eindeutiges Gebot für diese Situation haben. Aber wir spüren dennoch Spannungen zwischen den Geboten und wissen, dass wir auf Dauer nicht ohne Treffen sein können. Ein Wesenskern unseres Glaubens steht auf dem Spiel.

Wenn wir weitere Sachinformationen einbeziehen, muss sich die Frage stellen, ob die Maßnahmen der Regierung verhältnismäßig sind. Das darf aufgrund der bisherigen Studien bezweifelt werden.

Warum die Regierung dennoch an den jetzigen Maßnahmen festhält, muss als Verkettung mit dem RKI verstanden werden. Das RKI sind die Experten, die von der Regierung das entsprechende Vertrauen bekommen haben. Das RKI wiederum orientiert sich an der WHO. Und wer dann weiterforscht, entdeckt die Einflussnahme der Pharmaindustrie auf die WHO. Diese Einflussnahme wird realistischerweise nicht 1:1 an das RKI oder die Regierung weitergeleitet. Aber sie existiert nachweislich. Deshalb muss es umso kritischer machen, wenn dann Bill Gates, als der größte WHO-Einzelspender durch seine Stiftung, für Impfungen in der ARD werben darf.

Selbst, wer Recherchen dazu ablehnt, ist nun eingeladen, etwas kritischer mit den Berichten in den Leitmedien zu sein.

Die Antwort auf die Sachfrage ist gegeben (s.o.). Andere Thesen wären entsprechend zu untermauern. Von meiner Seite kann ich gerne entsprechende Links zu den Studien und wissenschaftlichen Einschätzungen einfügen.

Wenn die Antwort auf die Sachfrage aber so ausfällt wie genannt, dann muss sich die spannende Frage zwischen der Gewichtung der o.g. Gebote (Untertan vs. Versammlung) etwas leichter beantworten lassen.

2 Antworten auf „Corona-Krise: Seid der Obrigkeit Untertan!“

  1. Hi,
    ich kann deine Überlegungen ganz gut nachvollziehen.
    Zu der Frage, der Zuverlässigkeit der Informationen und der Angemessenheit der Maßnahmen halte ich es so: Ich bin kein Gas- Wasserinstallateur. Das habe ich nicht gelernt. Deshalb mag ich zwar eine Meinung haben, wie man Gasleitungen richtig verlegt. Aber solange ich es nicht wirklich besser weiß und vor allem auch kann, verlasse ich mich auf das Können eben dieses Handwerkers, der es gelernt hat mit diesem brisanten Stoff umzugehen.
    Sprich: Solange ich kein studierter und sehr erfahrener Virologe bin, überlasse ich es diesen Fachleuten die Lage zu bewerten. da ich auch kein Politiker in Verantwortung bin, überlasse ich es solchen zunächst noch, über erforderliche Maßnahmen zu entscheiden. Das beschränkt mich jedoch nicht darin mir eine Meinung darüber zu bilden oder diese zu äußern. Auch nicht das aufkeimende Blockwartverhalten diverser Mitbürger kann mich davon abhalten. Immer noch haben wir auf politischer Ebene Werkzeuge unseren Politikern kundzutun, was wir von ihren Entscheidungen halten. (Gerade wurde sogar höchstrichterlich bestätigt, dass zB. auch in diesen Zeiten Demonstrationen nicht verboten werden dürfen, wenn Auflagen beachtet werden.)

    Was mich als Christ und meiner Glaubensfreiheit betrifft , frage ich mich, was meine Geschwister eigentlich gerade so aufregt? Evtl. der Irrtum, Gottesdienste oder organisierte Treffen wären echte Gemeinschaft? Nö, das ist künstliche, recht oberflächliche, selten wirklich tragende Gemeinschaft. Wenn’s gut läuft, entwickeln sich solche Gemeinschaften im Umfeld solcher. Doch eben nicht weil die GDe so toll sind, sondern weil Christen Gemeinschaft suchen.
    Gerade jetzt offenbart sich meines Erachtens nach, ob wir als Christen die Gemeinschaft verstanden haben, zu der Gott uns ruft. Gerade jetzt müsste eine solche auch mich hier zu hause erreichen. Nicht etwa durch Videos mit sowas wie Gottesdiensten, sondern viel viel konkreter.
    Wer jetzt versteht Gemeinschaft getragen aus der Liebe Gottes zu leben, wird sehr gut auch mit dem themporären verzicht auf Veranstaltungen der Kirche auskommen. Diese Angebote und deren momentanen Umsetzungsversuche werden dann eher die Sahne auf dem Kuchen bilden und nicht länger behaupten, selbst der Kuchen zu sein.

    Gruß, Charly

  2. Ich glaube, dass wir uns viel zu viel Gedanken über die Pandemie machen. Ich informiere mich auch, aber ich übertriebe es nicht. Manchmal ist weniger mehr. Man muss nicht jeden Bericht lesen. Das schürt nur die Ungewissheit und Angst in uns. Wir sollen Gott vertrauen. Es gab in den biblischen Zeiten schon einige Krisen, die man auch durchstanden hat. Es gibt so ein Sprichwort: „Schuster bleib bei deinen Leisten.“ Die Politiker und Wissenschaftler regeln die gesundheitlichen Maßnahmen und wir nehmen die Herausforderung an, uns Gedanken zu machen, wie wir Gemeinschaft wieder oder neu leben können. Das ist ja kein neuer Gedanke. Er wird jetzt nur anders gelebt. Und ja, es gibt ein Leben nach der Krise – so oder so 😉
    Gruß Hartmut

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